Hallo,

schön, dass du den Weg zu uns gefunden hast! Auf den folgenden Seiten stellt sich das Frauenzentrum Erlangen vor, ein feministisches Zentrum, das im Bewusstsein ungleicher gesellschaftlicher Machtverhältnisse einen Raum für deren kritische Wahrnehmung schafft und ihnen aktiv entgegen wirkt.

Aufgrund der aktuell geltenden Beschränkungen können unsere Veranstaltungen bis auf Weiteres nicht vor Ort im Frauenzentrum stattfinden. Soweit dies möglich und sinnvoll ist, werden sie aber online durchgeführt. Einzelheiten dazu findet ihr in der Monatsübersicht hier auf der Webseite.

Wir fördern die politische, kulturelle und berufliche Bildung von Frauen.
Wir informieren über Frauenrechte.
Wir sensibilisieren für Frauenrechte.
Wir skandalisieren die Missachtung von Frauenrechten.
Wir bestärken Frauen in ihrer Entscheidung für eine selbstbestimmte Lebensweise.

Das Frauenzentrum ist Raum für feministische Kultur, feministische Debatten, Begegnungen und Stärkung von Netzwerken. Es ist Freiraum für Frauen, deren Projekten und Ideen und ist Frauen vorbehalten.

“Feministin zu sein, ist das Mindeste, was eine Frau tun kann” – Rita Süßmuth

19 Oktober 2021

Intersektionaler Feminismus – Kein Platz für Jüdinnen*Juden?

Online-Vortrag mit Miriam Yosef und Ina Holev: Jüdinnen*Juden bleiben im intersektionalen, feministischen Aktivismus oft unsichtbar. Obwohl Antisemitismus ...

19:00
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21 Oktober 2021

Frauengruppentreffen

Plattform für Informationsaustausch und Vernetzung zwischen Frauenprojekten und -gruppen in Erlangen. Je nach aktueller Lage findet das ...

18:30
Gerberei 4, Erlangen
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22 Oktober 2021

Feministischer Aktivismus und psychische Gesundheit

Workshop mit Rima Ashour und Katrin Freudendorfer Feministische Arbeit wird von Menschen, die sie betreiben, meist nicht ...

17:00 - 22:00
Gerberei 4, Erlangen
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23 Oktober 2021
24 Oktober 2021

Kompaktseminar zur beruflichen und persönlichen Standortbestimmung – (Neu-)Orientierung – Zukunftsbestimmung

„Wissen wo es lang geht!“ Dieses Kompaktseminar lädt Sie ein, aktuelle Veränderungen in unserer Berufs- und Lebenswirklichkeit ...

10:00 - 0:00
Gerberei 4, Erlangen
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Aktuelle Informationen

Unsere Veranstaltungsreihe “Intersektionalität und Feminismus” – Teil II:

Mit der Intersektionalitätstheorie wird die Gleichzeitigkeit, Verschränkung und Wechselwirkung verschiedener Diskriminierungsformen beschrieben.
Für uns bedeutet feministisches und solidarisches Denken und Handeln, sich diesen Zusammenhängen bewusst zu werden und sich miteinander zu verbünden, um gemeinsam eine andere Gesellschaft zu gestalten – für echte soziale Gerechtigkeit!

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Erlangerinnen in Bewegung: Audioguide zur Geschichte und Gegenwart von Frauen in Erlangen

Das Frauenzentrum stellt einen der zentralen Ort feministischer Geschichte in Erlangen dar. Wir freuen uns daher sehr, in der Audiotour zur Erlanger Frauengeschichte repräsentiert zu sein, die von der Historikerin Nadja Bennewitz konzipiert wurde.

“Das gesellschaftliche und politische Engagement von Frauen war unverzichtbar in der Geschichte Erlangens: Das muss gewürdigt werden! Die digitale Audiotour* vermittelt grundlegende sowie unbekannte Frauengeschichte(n) von der Hugenottenstadt bis ins ausgehende 20. Jahrhundert.

Lassen Sie sich in dieser Audioguide-Tour durch die Erlanger „Frauengeschichte“ führen und begeben Sie sich auf die Spuren von Genies wie der Mathematikerin Emmy Noether oder Persönlichkeiten wie der Markgräfin Sophie Caroline von Brandenburg-Bayreuth.”

Weitere Informationen, sowie die Audiotour sind unter https://www.erlangen.info/audioguide/frauengeschichte/ für Sie kostenfrei abrufbar.

*Die Audiotour wurde durch die Gleichstellungsstelle im Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Stadt Erlangen realisiert, in Kooperation mit dem Erlanger Tourismus und Marketing Verein e.V.


Der Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention

Der Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention ist Ausdruck einer gefährlichen Entwicklung: Der Schutz vor geschlechterbedingter Gewalt, Diskriminierung und Verfolgung ist keineswegs Konsens, immer mehr Regierungen machen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in diesem Bereich sogar rückgängig. Hier zeigt sich mal wieder: Neben Rassismus und Antisemitismus sind Anti-Feminismus und Ablehnung von Queereness Kerninhalte der sogenannten Neuen Rechten, von Rechtspopulismus und nationalistischen Strömungen.

Die Istanbul-Konvention ist ein Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Verabschiedet wurde er in Istanbul. Der völkerrechtliche Vertrag schafft verbindliche Rechtsnormen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt. Er trat 2014 in Kraft und wurde von 25 Nationen unterzeichnet. Die Türkei, die die Konvention als erster Unterzeichnerstaat überhaupt ratifiziert hatte, tritt nun wieder aus.

Im Übereinkommen festgeschrieben sind u.a.:

  • Die Verankerung der Gleichstellung der Geschlechter in den Verfassungen/Rechtssystemen der Unterzeichnerstaaten und Abschaffung von diskriminierenden Vorschriften.
  • Die Verbesserung der Hilfsangebote für Frauen und Auklärung der Bevölkerung.

Im konkreten heißt das: Rechtsberatung, psychologische Betreuung, finanzielle Beratung, Hilfe im Zugang zu Unterbringungsmöglichkeiten, Einrichtung von Frauenhäusern!

Außerdem verpflichten die Länder sich, Tatbestände wie u.a. körperliche und psychische Gewalt, Stalking, Genitalverstümmelung, Zwangsheirat unter Strafe zu stellen und gegen diese vorzugehen. Auch wenn ohnehin einige Länder die Inhalte der Konvention bisher nicht im vollen Umfang implementiert haben, zeigt der Austritt der Türkei, wie immer mehr Regierungen sich ganz offen gegen basale Frauenrechte, Gleichstellung und Anti-Diskriminierung stellen. Auch Polen hat seinen Austritt angekündigt, diesen allerdings bisher nicht durchgesetzt.