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	<title>Stellungnahme &#8211; Frauenzentrum Erlangen</title>
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	<title>Stellungnahme &#8211; Frauenzentrum Erlangen</title>
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		<title>Der Berg ruft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frauenzentrum]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 15:39:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahme]]></category>
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					<description><![CDATA[Geil, heute fängt der Berg an! Berg, Berg, Berg! Euphorie, Biervorrat aufstocken, Bergtrash-Playlist laut aufdrehen. Geil! Wir haben alle richtig Bock auf den Berg. Es wird super werden, Besuch ist da, zum Auftakt grillen, singen und trinken. Alle werden zusammen eine gute Zeit haben. Spaß haben ist der zentrale Punkt. Wer darüber hinaus den Fokus...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: medium;">Geil, heute fängt der Berg an! Berg, Berg, Berg! Euphorie, Biervorrat aufstocken, Bergtrash-Playlist laut aufdrehen. Geil!</span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: medium;">Wir haben alle richtig Bock auf den Berg. Es wird super werden, Besuch ist da, zum Auftakt grillen, singen und trinken. Alle werden zusammen eine gute Zeit haben. Spaß haben ist der zentrale Punkt.</span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: medium;">Wer darüber hinaus den Fokus verliert und mal nach rechts und links von der Bierbank blickt, kann vieles beobachten. Die guten und die schlechten Zeiten der feiernden Menge.<a href="http://frauenzentrum-erlangen.de/wp-content/uploads/2016/05/fem.png" rel="attachment wp-att-535"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-535" src="http://frauenzentrum-erlangen.de/wp-content/uploads/2016/05/fem-250x300.png" alt="fem" width="250" height="300" /></a> </span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: medium;">Zum ersten Mal kann man dieses Jahr am Berg und in der Stadt auch die sogenannten Rettungsinseln entdecken. Die Rettungsinseln sind Teil einer Kampagne der Stadt Erlangen, der Polizei und dem <span style="color: #333333;">Verein „Notruf und Beratung für vergewaltigte Mädchen und Frauen“</span> und sollen Anlaufstelle für alle Menschen sein, die am Berg, davor oder danach mit sexueller Belästigung und Gewalt konfrontiert sind. Diese Initiative ist eine super Sache: Nicht nur, weil sie direkt vor Ort Hilfe und einen geschützten Raum bietet, sondern auch, weil sie die ErlangerInnen schon seit vergangener Woche auf dem Martin-Luther-Platz allein durch ihre Existenz, die „Insel“ steht bereits, auf die Tatsache aufmerksam macht, dass es Menschen am Berg gibt, die Erfahrungen mit sexueller Belästigung und Gewalt machen. </span></span><span id="more-534"></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: medium;">Allein, dass sich so viele Menschen über diesen Fakt wundern, ist krass – anscheinend haben sie noch nie ihr blaues Wunder erlebt – was ja nicht nur am Berg erlebbar ist, sondern auf jeder Festivität, wo Alkohol in rauen Mengen fließt.</span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: medium;">Alles super also, seit diesem Jahr ist der Berg um eine soziale und kritische Institution reicher. Bleibt zu hoffen, dass sie gar nicht benötigt wird und die Rettungsinseln als einsame Inseln im Meer der BergsteigerInnen treiben und höchstens als witzige Attraktion dienen, oder? Klar wäre das schön und allen Mädels und Frauen zu wünschen. Davon auszugehen wäre aber auch ein bisschen weltfremd. </span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: medium;">Was wirklich zu hoffen wäre ist, dass Mädels selbstsicher am Berg feiern, im tief dekolletiertem Dirndl oder auch ohne und Spaß haben – beim Trinken, beim Tanzen und Singen. </span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: medium;">Der größte Gegner der Rettungsinseln ist die Coolness, die es am Berg an den Tag zu legen gilt. Nur wenige Frauen und Mädels sind tatsächlich cool genug, um einem geilen Spruch einen noch geileren entgegenzusetzen, eine fremde Hand vom Oberschenkel zu nehmen, die sich da absolut nicht gut anfühlt. Die große Mehrheit allerdings möchte keinen unnötigen Stress machen und sorry, über dem bissl „Deine Titten sind so geil. Grabsssch“ &#8211; sollte heutzutage doch jede stehen. </span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: medium;">Kein Mädel fühlt sich heute Männern gegenüber noch benachteiligt. Da kann frau dann über den ein oder anderen nicht so gemeinten ausgerutschten Griff in den Schritt oder an den Hintern schon mal hinwegsehen. </span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: medium;">Und trotz aller Gleichberechtigung, die anscheinend herrscht, muss doch bei verschiedenen Begebenheiten die Stirn gerunzelt werden. Unter den auf jeden Fall sinnvollen „Tipps für einen sicheren Bergbesuch und zum Schutz vor sexueller Gewalt“, die wie die Rettungsinseln ebenfalls Bestandteil der Kampagne „Spaß haben – keinen Ärger. Keine sexuelle Gewalt am Berg!“ sind, finden sich Ratschläge wie nicht alleine nach dem Berg nach Hause zu gehen oder sich jemandem Fremden anzuschließen. Klar sind andere Empfehlungen, wie nicht zu viel Alkohol zu trinken wohl an alle BesucherInnen gerichtet, aber trotzdem wird hier die Diskrepanz zwischen Männern und Frauen sehr deutlich. Keiner meiner männlichen Freunde wird sich in den kommenden Tagen überlegen, ober er nach dem After Berg alleine, volltrunken und freizügig angezogen mit nackten! Waden heim laufen kann. Wirklich keiner! Während es auch für mich eine Selbstverständlichkeit ist, mich frei und sicher in Erlangen zu bewegen, scheine ich mir das während des Bergs nochmal durch den Kopf gehen lassen zu sollen. Oder einfach keines von diesen krassen Dirndl anziehen, oder?</span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: medium;">Aber ganz im Ernst und zum Ende der Ironie: So cool gleichberechtigt sich alle fühlen, so viel Spaß alle miteinander haben wollen – zur Bergzeit verschiebt sich für viele das Maß – durchs Maß, haha. Mit großen Brüsten für Parties zu werben ist nicht das Gleiche wie mit strammen Männerwaden (auch wenn in Bayern beides wohl als sekundäres Geschlechtsmerkmal gilt). Und als Frau betrunken und alleine nach dem Berg heim zu laufen ist nicht das Gleiche wie für einen Mann. Gleichberechtigung und Spaß, jaaa, bitte, bitte! Aber traut euch auch einzugestehen, dass es viele Situationen gibt, wo die Gleichberechtigung leider absolut nicht gegeben ist und wo es kein Zeichen von Uncoolsein ist, sich unwohl zu fühlen, zu widersprechen und Hilfe zu suchen. Denn tatsächlich habe ich genauso Lust unbekümmert am Berg zu feiern, wie alle Jungs, mit denen ich losziehen werde. </span></span></p>
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		<title>Ayer me mataron &#8211; ein offener Brief</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frauenzentrum]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Mar 2016 11:14:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Lesung]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahme]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang diesen Jahres werden in Ecuador zwei junge Argentinierinnen ermordet. Anschließend dreht sich die Diskussion aber nicht um die Täter, sondern um die beiden Opfer und den Vorwurf, dass junge Mädchen überhaupt alleine, ohne männliche Begleitung reisen. Über den anmaßenden und frauenfeindlichen Umgang mit dem Tod der beiden Mädchen hat die südamerikanische Bloggerin Guadelupe Acosta...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Anfang diesen Jahres werden in Ecuador zwei junge Argentinierinnen ermordet. Anschließend dreht sich die Diskussion aber nicht um die Täter, sondern um die beiden Opfer und den Vorwurf, dass junge Mädchen überhaupt alleine, ohne männliche Begleitung reisen. Über den anmaßenden und frauenfeindlichen Umgang mit dem Tod der beiden Mädchen hat die südamerikanische Bloggerin Guadelupe Acosta einen <a href="http://hipertextual.com/2016/03/ayer-me-mataron">offenen Brief</a> geschrieben, der am 8. März im Frauenzentrum vorgetragen wurde. Die deutsche Übersetzung findet sich hier:  <a href="http://frauenzentrum-erlangen.de/wp-content/uploads/2016/03/Ayer-me-mataron.docx-Übersetzung.pdf" rel="">Ayer me mataron.docx Übersetzung</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Freiheit und Rechte von Frauen und Mädchen müssen im Fokus stehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frauenzentrum]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2016 09:54:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Stellungnahme]]></category>
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					<description><![CDATA[Forderungen des Frauenzentrums Erlangen zu den Vorfällen der Silvesternacht Die Forderung der Frauenbewegung aus den siebziger Jahren – Schluss mit sexueller Belästigung und Nötigung im Alltag, am Arbeitsplatz, in der Schule und auf der Uni, im öffentlichen und privaten Raum, ist seit Silvester aktueller denn je. Bereits im Herbst 2015 beteiligte sich das Frauenzentrum Erlangen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Forderungen des Frauenzentrums Erlangen zu den Vorfällen der Silvesternacht</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Forderung der Frauenbewegung aus den siebziger Jahren – Schluss mit sexueller Belästigung und Nötigung im Alltag, am Arbeitsplatz, in der Schule und auf der Uni, im öffentlichen und privaten Raum, ist seit Silvester aktueller denn je.</p>
<p style="text-align: justify;">Bereits im Herbst 2015 beteiligte sich das Frauenzentrum Erlangen an einer Postkartenaktion des Bundesverbandes Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe Frauen gegen Gewalt e. V.. Gemeinsam mit 60.000 weiteren UnterzeichnerInnen wurde eine Modernisierung des deutschen Sexualstrafrechts gefordert, damit in Zukunft ALLE nicht einverständlichen sexuellen Handlungen unter Strafe gestellt werden.<span id="more-469"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Das Plenum vom 12. Januar 2016 des Erlanger Frauenzentrums bezieht Stellung gegen alle sexuellen Übergriffe, die die Würde von Frauen und Mädchen verletzen und unterstützt die Aktion #ausnahmlos.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir fordern von allen Männern, unabhängig von ihrer Kultur und Religion, ihrem Alter und ihrer Staatsangehörigkeit, Respekt – ob am Kölner Dom oder auf der Erlanger Bergkirchweih.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Frauenbewegung kämpft seit langem für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen und Mädchen. Jede von ihnen hat das Recht, sich alleine an jedem Ort zu jeder Tageszeit frei und ohne Angst zu bewegen. Diese erkämpften Freiheiten und Räume lassen wir uns nicht wieder nehmen!</p>
<p style="text-align: justify;">Jede dritte Frau hat in Deutschland bereits sexualisierte Gewalt erfahren. Noch erschütternder ist, dass 5 – 15 % aller stattfindenden Vergewaltigungen angezeigt werden, wovon es wiederum nur in 8 % der Fälle zu einer Verurteilung der Täter kommt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Vorfälle in Köln und anderen europäischen Städten haben das Thema Gewalt gegen Frauen auf extreme Weise wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Belästigungen, Drohungen und Gewalterfahrungen sind keine neuen Phänomene im Alltag von Frauen, aber doch alarmieren die jüngsten Ereignisse durch die öffentliche und ungehinderte Art der Übergriffe.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir fordern eine kritische Diskussion der Vorfälle. Es ist auf das Schärfste zu verurteilen, Flüchtlinge oder Menschen mit Migrationshintergrund unter Generalverdacht zu stellen. Über kulturelle Hintergründe und damit verbundene Stereotype, Ängste und wahrgenommene Unterschiede muss gesprochen werden, aber nicht auf einer rassistischen Ebene. Im Fokus muss klar stehen, worum es eigentlich geht: Um Gewalt gegen Frauen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es darf nicht sein, dass Frauen der Mitschuld und Provokation bezichtigt werden und erneute Definitionsversuche von sexueller Belästigung angestellt werden müssen. Jede Form von Belästigung, Bedrohung und weiteren Gewalterfahrungen von Frauen und Mädchen ist immer ernst und wahrzunehmen und immer zu verurteilen. Die Entstehung einer Atmosphäre muss verhindert werden, in der sich Frauen nicht mehr frei von Angst fühlen können.</p>
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