Die modernen Wanderarbeiter*innen. Arbeitsmigrant*innen im Kampf um ihre Rechte

Buchvorstellung und Diskussion mit Kathrin Birner

 

Sie arbeiten in Schlachthöfen, in der Pflege oder der Landwirtschaft, und ihre Ausbeutung bildet zunehmend die Grundlage des deutschen Exportmodells: Zeitlich befristete Arbeitsmigrant*innen, die regelmäßig für einige Wochen oder Monate ihre Heimat verlassen, um in Deutschland zu arbeiten. Obwohl sie überall präsent sind und ohne sie die Produktion in zahlreichen Wirtschaftszweigen zum Erliegen kommen würde, bleiben sie doch meist gesellschaftlich unsichtbar. Gekennzeichnet ist die Arbeit dieser modernen Wanderarbeiter*innen durch lebensgefährliche Arbeitsbedingungen, systematischen Lohnraub und die Umgehung arbeitsrechtlicher Normen.

Kathrin Birner beschreibt die prekären Arbeits- und Lebensverhältnisse, die den Alltag von Arbeitsmigran*innen in Deutschland prägen und die zuletzt, beispielsweise im landwirtschaftlichen Sektor, auch medial für Aufsehen sorgten. Daneben beschäftigt sie sich mit dem Widerstand der Betroffenen, und skizziert die bisher wenig beachteten Ansätze der gemeinsamen Organisierung von Wanderarbeiter*innen im Kampf für ihre Rechte – die auch aus feministischer Sicht wichtige Fragen aufwirft.

Archive

Schreibe einen Kommentar