Mit Empowerment gegen Ableismus

Vortrag mit Dr. Sigrid Arnade in Kooperation mit ZSL

Das gesellschaftliche Klima wir rauer, der Ton in der Auseinandersetzung schärfer, der Kampf um Ressourcen unerbittlicher. In solchen Zeiten werden Angehörige benachteiligter Gruppen gerne zu Sündenböcken erklärt – Lehren aus der Geschichte hin oder her. Das trifft Menschen mit Behinderungen ähnlich wie Menschen mit Migrationshintergrund oder anderen Benachteiligungsmerkmalen.

Dem Konzept des Rassismus entspricht der Ableismus als Fachbegriff für Etikettierungen behinderter Menschen allein aufgrund ihrer jeweiligen Beeinträchtigung. Ableismus kann sich sowohl in einer Abwertung von Menschen mit Behinderungen als auch in einer Überhöhung äußern.

Dr. Sigrid Arnade spricht über Diskriminierungen behinderter Menschen. Sie erläutert, wie sich das medizinische Modell von Behinderung über das soziale Modell zum menschenrechtlichen Modell entwickelt hat. Sie erklärt das Konzept des Ableismus und zeigt Strategien zur Gegenwehr auf.


Sigrid Arnade, Berlin, ist Sprecherin für Gender und Diversity der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL. Für den Deutschen Behindertenrat hat sie 2005/2006 an den Verhandlungen zur UN-Behindertenrechtskonvention in New York teilgenommen und sich für die Verankerung der Rechte behinderter Frauen engagiert.

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Datum

25 Jan 2022

Uhrzeit

19:00

Veranstaltungsort

Frauenzentrum
Gerberei 4, Erlangen

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